WKG Murr-Erdmannhausen I chancenlos beim Aufstiegswettkampf

Aufgrund der erfolgreichen Ligasaison haben sich die Turner der WKG Murr-Erdmannhausen I für das diesjährige STB-Ligafinale in Ludwigsburg qualifiziert. Zusammen mit den jeweils zwei besten Teams aus den drei schwäbischen Bezirksligen kämpften die Turner nun am Samstag, den 27.04.2019, um den Aufstieg in die Landesliga.

Die WKG Murr- Erdmannhausen startete im zweiten von drei Durchgängen. Der Wettkampfmodus im Ligafinale war leicht verändert. Während bei normalen Ligawettkämpfen immer fünf Turner pro Gerät starten und nur die vier besten Turner gewertet werden, dürfen beim Ligafinale nur vier Turner pro Gerät starten und alle kommen in die Wertung. Fehler, wie Stürze oder unsaubere Abgänge fallen dadurch stärker ins Gewicht. Das erhöht zum einen die Spannung, aber auch den Druck auf die Mannschaften, die genau überlegen müssen, welcher Turner an welchem Gerät welche Übung turnt. Da auch noch ein weiterer Kampfrichter von der Mannschaft gestellt werden musste, entschied sich die Mannschaft, dass der Pleidelsheimer Julian Rentschler als Kampfrichter eingesetzt wird. Am Barren war es seine Aufgabe, die teils sehr schwierigen Teile zu erkennen und auf die Ausführung der Turner zu achten.

Leider mussten sich die Turner an ihrem Startgerät, dem Sprung, mit niedrigen Wertungen und einer Gesamtpunktzahl von 38,90 Punkten zufriedengeben. Einen erheblichen Einfluss hatte sicher das viele Nachdenken, was zu unsauberen Ausführungen führte.  

Am Paradegerät der WKG-Turner, dem Barren, konnte der anfängliche Rückstand mit starken 47,10 Punkten schnell wieder aufgeholt werden. Am Reck turnten Pascal Neuweiler, Tobias Teufel und Nikolai Neuweiler solide Übungen mit vergleichsweise hohen Wertungen. Lediglich Deniz Bulut patzte, indem er bei seinem Flugteil die Reckstange tuschierte, was sich dann auch in der niedrigen Wertung von 7,90 Punkten widerspiegelte. Zur Halbzeit lag die WKG auf einem der mittleren Plätze.

Die zweite Hälfte des Wettkampfes begann am Boden. Die Übungen wurde nicht wie gewohnt auf einer Bodenbahn, sondern auf einer Bodenfläche mit den Maßen 17x17m ausgeführt. Dem Reglement zufolge muss dabei jeder Turner im Rahmen seiner Übung alle vier Ecken der Fläche mindestens einmal beturnen, um keinen Abzug zu bekommen. Darauf waren die WKG-Turner nicht eingestellt, was ihnen dann auch sichtliche Probleme bereitete. Die Übungsausführungen waren unsicher und mit entsprechend vielen, zum Teil groben Fehlern. Die WKG Murr- Erdmannhausen erturnte sich daher nur schwache 42,15 Punkte. Durch kleinere Patzer und Übungsunterbrechungen am Pauschenpferd, konnte der Rückstand auf die anderen Mannschaften leider nicht merklich aufgeholt werden. Letzte Hoffnung, doch noch auf einem Platz im Mittelfeld zu landen, sollten die Ringe sein, das stärkste Gerät der WKG-Turner. Leider waren die Turner, wohl durch die Fehler an den vorangegangenen Geräten, zu verkopft. Entgegen der tollen Leistungen aus den Wettkämpfen den Ligasaison, führten viele, kleine Unsauberkeiten zu deutlich höheren Abzügen als sonst. 

Somit landete die Mannschaft der WKG Murr-Erdmannhausen I um Julian Rentschler mit 250,25 Punkten knapp hinter dem TSV Dunningen (250,65 Punkte) auf den sechsten und zugleich letzten Platz. Die WKG hatte damit keine Chance auf den Aufstieg in die Landesliga.

Gewinner der Bezirksliga wurde die WKG TT Staufen II, welche mit 277,20 Punkten eine sehr starke Leistung zeigten. Diese Punktzahl reichte im direkten Vergleich mit dem Letztplatzierten der Landesliga, Spvgg Mössingen, aus um aufzusteigen.

Nichtsdestotrotz beenden die Turner der WKG Murr-Erdmannhausen I mit drei Siegen und 34 Gerätepunkten ihre erfolgreichste Saison seit dem Zusammenschluss. Ein besonderer Dank geht an alle Helfer, Betreuer und Fans, die unsere Mannschaften die ganze Saison über, sowohl bei den Heim- als auch bei den Auswärtswettkämpfen, unterstützt haben.

1. Reihe kniend: Tobias Teufel;
2. Reihe (v. l. n. r.): Nikolai Neuweiler, Frank Sammet, Jonas Zimmermann, Deniz Bulut, Christian Beer, Julian Rentschler;
3. Reihe (v. l. n. r.): Pascal Neuweiler, Luca Lau

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